Dieser Text untersteht der Creative Common License. Beachten Sie bei Verbreitung, Abdruck oder Vervielfältigung unbedingt die Lizenzbestimmungen unter http://www.soundcheck.org/impressum.php. Als Text gilt der gesamte Bereich zwischen den ---- Linien. ------------------------------------------------------------------------ Moby: 18 **** (MUTE) 1999 war an dieser Stelle eine Rezension zum Vorgängeralbum «Play» zu lesen. Nun, eine Rezension war es nicht eigentlich, sondern ein Auszug aus dem Booklet von «Play». Moby ist ein Künstler, der nicht des Kommerz willen Kunst macht, sondern weil er ein – ja, durchaus – Missionar ist. Zwar nicht im traditionellen Sinne. Der frühere Fundamentalist Moby zählt inzwischen 37 Lenze, und Alter macht milde. Moby ist heute – Zitat – «ein (hoffentlich) ideologisch weniger verklemmter Dummkopf». Er bekennt sich zwar nach wie vor als Veganer, und er liebt Christus und Dance Music noch immer. Dem Marxismus hat er jedoch abgeschworen, und ebenso dem Glauben, die ganze Welt von seiner Meinung überzeugen zu müssen. Vielleicht ist Moby deshalb massenkompatibel geworden: Kürzlich war er bei «Aeschbacher» im Schweizer Farbfernsehen zu Gast. Warum wir dennoch ein Auge respektive ein Ohr auf Moby werfen: Seine Grooves sind cool. «18» ist eine Mischung aus Easy Listening, Retro, Soul und Technobeats, trendy und trotzdem Popradiotauglich. Das Album enthält 18 Songs – eine Auswahl aus 150 Titeln, die Moby eigens für diese CD oder MP3-Kollektion schrieb. Viel mehr über Moby auf der Moby’s Website [1] ... nicht nur Marketingblabla, sondern inklusive Tagebuch und Malerei. [1] http://www.moby.com/ Fredy Künzler / www.soundcheck.org Bewertung: ---------- ***** Epochal **** Überdurchschnittlich *** ist den Preis wert ** nur für Fans * schade um's Vinyl ------------------------------------------------------------------------